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6. Sonntag der Osterzeit: Freundschaft!

In der Apostelgeschichte (Apg 10,25-26.34-35.44-46) hören wir wie die junge Christenheit ‚das Gehen lernt‘, ihre ersten (zaghaften) Schritte in ihrer damaligen Umwelt macht. Es war in der Urchristenheit ein langwieriger „Prozess“, sich auch den ‚Nicht-Juden‘ gegenüber zu öffnen. In dem heidnischen Hauptmann Cornelius sehen wir ein „Muster-Exemplar“ eines nicht-jüdischen Jesus-Nachfolgers. Ich glaube die Kirche „unserer Tage“ kann von der Urchristenheit viel lernen: Offenheit zieht an!

Im ersten Johannes-Brief (1 Joh 4,7-10) meditieren wir wieder einmal die „Liebe“, so wie Gott sie uns „ans Herz legt“. Heute hören wir eines der schönsten und kürzesten Glaubensbekenntnisse: GOTT IST LIEBE! Drei Worte, die alles über das Wesen des dreifaltigen Gottes aus-sagen und unsere Verbundenheit zu IHM, der in sich Liebe ist! Aus Liebe zu uns Sündern (Sünde = ‚Anti-Liebe‘), hat Gott seinen Sohn für unsere Erlösung in die Welt gesandt! LIEBE ist die Grundhaltung Gottes!

Im Johannes-Evangelium (Joh 15,9-17) gibt Jesus den Menschen in seiner Nachfolge den Auftrag: „Bleibt in meiner Liebe!“. Wie geht das konkret, im Alltag? Wenn wir in -FREUNDSCHAFTLICHER- Liebe uns „hingeben“ zum Wohle unserer Mitmenschen. Jesus stellt klar, dass wir für ihn keine Knechte (=‘Befehlsempfänger‘) sind, sondern wir bei ihm „Freundschafts-Status“ genießen – aus Liebe! 

Foto: Kuppel-Kreuz der Rosenkranzbasilika, Lourdes-Frankreich, 2024, M.S.