Shape

10. Sonntag im Jahreskreis: Verwandtschaft!

Das Buch Genesis (3,9-15), das erste Buch der Bibel, nimmt uns heute mit ins Paradies! Den ersten Menschen war im „Garten Eden“ alles erlaubt, nur von den Früchten des Baumes der Erkenntnis, sollen sich Eva und Adam fernhalten. Verbotenes ist immer hochinteressant, denken Sie an ihre Kinder- und Jugendzeit. Nachdem sie die „verbotene Frucht“ gegessen hatten, beginnt der „Schlamassel“ der sich bis in unsere Lebenszeit zieht. Der Mensch erhält das Schamgefühl, er versteckt sich vor Gott, der eine schiebt die Schuld auf den anderen! Hochaktuell!

Im zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (2 Kor 4,13-5,1) wiederholt er den Grund aller christlicher Glaubenshoffnung: Die Auferweckung Jesu durch Gott und unsere Anteilhabe! Diese Hoffnung glaubt, über diese Überzeugung schreibt, redet und predigt Paulus. Er ruft uns auf, es ihm gleichzutun! Gott schenkt auch uns die Auferstehung und eine ewige Wohnung im Himmel! Christ, was willst du mehr?

Das Markus-Evangelium (Mk 3,20-35) erzählt uns davon, wie die Angehörigen Jesu der Meinung sind, er sei von Sinnen, auf gut Deutsch: Er ist verrückt! Sie wollen ihn (nach Nazareth) zurückholen. Ihre „Aktion“ scheitert! „Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“ – so kontert Jesus. ALLE die den Willen Gottes tun, sind für ihn Familie!

Gebet zum Vatertag: Gott, du bist groß und schenkst uns irdisches und himmlisches Leben. Wunderbar hast du die Erde und den Himmel gemacht. Wir können nur staunen und immer wieder Unbekanntes entdecken. Wir dürfen dich „Vater“ nennen, das hat uns Jesus gesagt und er hat uns das „Vater unser“ – Gebet gelehrt. Du, Vater im Himmel, hast uns einen Vater hier auf Erden geschenkt. Einen, aus vielen Menschen. Er hat starke Hände und sorgt für uns, ist für uns da, er hilft, führt und schützt uns. Dafür danken wir ihm heute. Gott, im Himmel, segne unseren irdischen Vater, schenke ihm Kraft für die Herausforderungen in Beruf und Alltag. Schenke ihm Gesundheit, Freude und Erfüllung in unserer Familie und im Mit- und Füreinander. So wollen wir dich im Himmel loben, ehren und preisen. Denn du entziehst keinem deine väterliche Hand, der fest in deiner Liebe verwurzelt ist. Amen.

Verfasser unbekannt

Foto: Fassade der Lateranbasilika in Rom, 2013, M.S.