Um die 600 Jahre vor der Geburt Jesu, beruft Gott den Propheten Ezechiel (Ez 1,28c-2,5). Er selbst erzählt uns von dieser Anschauung Gottes, der „Herrlichkeit des HERRN“, wie er es selbst formuliert. „Stell dich auf deine Füße!“, wünscht sich Gott von Ezechiel, aufrecht, aufrichtig soll er IHM begegnen. Der HERR sendet ihn zu den Abtrünnigen und vom Glauben abgefallenen, zu denen die ein hartes Herz haben! Auch uns (heute) gilt das Wort Gottes, des HERRN: „Menschenkind, stell dich auf die Füße, ich will mit dir reden!“
Der Abschnitt aus dem Brief des Apostel Paulus an die korinthische Christengemeinde (2 Kor 12,7-10) wird in der Fachliteratur als „Narren-Rede“ des Paulus betitelt. Paulus karikiert seine persönlichen Stärken und spielt seine Anstrengungen für die FROHE BOTSCHAFT herunter. Paulus zieht den Schluss, auch aus seinen eigenen Glaubenserfahrungen: „Wenn ich schwach bin, bin ich (mit Christus) stark!“. Es gehört zu einem Glaubenden auch dazu, etwas „Närrisches“ an sich zu haben.
Von einem Heimatbesuch Jesu erzählt uns der Evangelist Markus (Mk 6,1b-6). In der Synagoge fragen sich seine einheimischen Zuhörer: „WOHER hat er das alles?“. Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria?“. Und weil sie glaubten Jesus sehr gut zu kennen, weil er ihnen ja schon seit seiner Kindheit kennen, lehnen sie ihn ab!“. Jesus erlebte Ablehnung seiner Person und seiner Botschaft! Der Evangelist hält für uns mahnend fest: „Und Jesus konnte dort keine Machttaten tun“. Woher hat Jesus das allen? Antwort: VON GOTT!
Jesus unser Bruder,
ein vertrauter und guter Mensch,
mehr noch,
ein ungewöhnlich guter Mensch.Wir kennen ihn,
Bücher wurden über ihn geschrieben,
seine Worte und Taten analysiert
und alle fein gedeutet.Und Gott ist er auch?
Geht das?
Wie soll ich das beschreiben
und wie einordnen?Anders ist er,
er ist mir nahe,als der ganz Andere,
Reinhard Röhrner
der mich meint
und mir Mut macht
mit ihm
meinen Weg zu suchen
Foto: Jesus & Manuel, M.S. 2024