Der Prophet (und Maulbeerfeigen-Züchter) Amos (Am 7,12-15) lebte zirka 760 Jahre vor Christus im Nordreich Israel. In der ersten Lesung haben wir von einem Gespräch zwischen dem Priester Amazja und dem „Seher“ Amos gehört. Er erhält den Auftrag in das Land Juda zu gehen und den Menschen dort Gottes Worte zur prophezeien, zu über-mitteln. Amos solidarisiert sich auf Geheiß Gottes mit den Ärmsten in der Gesellschaft! Gott will, dass die Gerechtigkeit herrscht!
Der Völkerapostel Paulus (Eph 1,3-10) schreibt an die Christengemeinde in Ephesus, in denen sich mittlerweile Strukturen bilden. Der Maßstab ist jederzeit, dass die christlichen Gemeinden, Gemeinschaft mit Christus (im Himmel) haben! Es gilt dieses Geheimnis der Liebe Gottes zu verstehen und in das eigene (Gemeinde-) Leben zu integrieren. Jeder hat Anteil an der Gemeinde, in Respekt, Liebe und Würde!
Das Markus-Evangelium (Mk 6,7-13) berichtet uns von der Aussendung der zwölf Jünger. Bemerkenswert ist, dass Jesus sie in 2-er-Paaren in die Welt sendet. Einer ist keiner! – Wir kennen diesen Spruch. Nichts sollen sie auf ihren Weg mitnehmen, nur die von ihm gegebene Vollmacht soll ihr „Reisegepäck“ sein! In meiner Kindheit habe ich gerne „Ich mache eine Reise und packe in meinen Koffer …“ gespielt. Was brauche ich? Was brauche ich (zum Leben) wirklich? Woran hängt mein Herz? WENIGER ist oft MEHR! Unsere Aufgabe heute könnte sein, uns eine/n „Mitgeher/in“ in unserer Nachfolge zu suchen! Andere zu motivieren mitzugehen, mitzumachen, mitzufeiern: Leben wir das Evangelium Jesu!
Foto: Bronze-Türe, Verkündigungskirche in Nazareth, 2010, M.S.