Wir hören im Buch des Propheten Jeremia (Jer 23,1-6) wie er seinem Volk schwere, herausfordernde Zeiten ankündigt. Der Grund: Die Mächtigen haben nicht mehr das Wohl aller Menschen im Blick, sondern schauen nur auf ihren Vorteil. Kommt uns das nicht bekannt vor? Anscheinend hat sich der Mensch seit ca. 2.600 Jahren nicht geändert! Aber der Text beinhaltet auch eine große Hoffnung, wenn es heißt: Ich, Gott, selbst werde alle zerstreuten Schafe wieder sammeln! Ich bringe sie zurück auf die gute Weide! (vgl. Psalm 23: Der gute Hirte)
Der Apostel Paulus (Eph 2,13-18) schreibt der kleinen Christengemeinde in Ephesus, dass Jesus Christus ihr Friede ist! Er vereinigt die beiden „Teile“ des Volkes: Juden und Heiden! Jesus riss die Wand der Feindschaft nieder! Sein Tod am Kreuz brachte Frieden. Die Christen in Ephesus ruft Paulus auf, den Fernen und Nahen das Evangelium des Friedens zu verkünden! Nichts Anderes, liebe Schwestern und Brüder, ist auch heute unser Auftrag!
Im Markus-Evangelium (Mk 6,30-34) lesen wir von einer „Konferenz“ (Zusammenkunft/“Meeting“) der Apostel mit Jesus. Die Apostel berichteten Jesus alles, was sie getan und gelehrt hatten. Jesus ruft seine Apostel auf, nach ihrer „Arbeit, ihrem Engagement“ für das Reich Gottes auch an einem einsamen Ort auszuruhen! Sie hatten nicht einmal mehr Zeit zum Essen, so viele Menschen hatten Anliegen. Jesus ist der „gute Hirte“, der weiß was seine einzelnen „Schafe“ brauchen, seine Herde braucht. Schauen auch wir gut auf UNS und unsere Mitmenschen!
Foto: Hirte mit Schaf, Katakomben, Rom, 2022, M.S.