Im Buch Josua (Jos 24,1-2a.15-17.18b) hören wir von einer großen Versammlung „vor Gott“. Josua, der „Nachfolger“ des Mose, ergreift das Wort und ruft das Volk zu einer Entscheidung für oder gegen Gott, den HERRN auf! Das Volk erinnert sich an die großen Taten der Befreiung aus dem Sklavenhaus Ägypten und bekennt sich zu dem Gott, der große Wunder getan hat. In der Rückschau erkennt das Volk Israel das Rettungshandeln Gottes neu! Uns geht es nicht anders!
Im Epheser-Brief des Apostel Paulus (Eph 5,21.23) ruft er die Christen auf, sich gegenseitig unterzuordnen in der gemeinsamen (Ehr-)Furcht Christi. Paulus stellt fest, Christus ist das Haupt, die Kirche und ihre Mitglieder, sie sind im zugeordnet. „Alles muss seine Ordnung haben!“, so höre ich im Geiste Paulus reden. Im Bild der Beziehung zwischen Mann und Frau „beschreibt“ Paulus die Zusammengehörigkeit zwischen Jesus und der (jungen) Kirche von damals und von heute!
Im Johannes-Evangelium (Joh 6,60-69) hören wir den Abschluss der langen „Brot-Rede“ Jesu. In der Synagoge von Kafarnaum regen sich seine Jünger auf und sagen murrend: Seine Rede ist hart. Wer kann sie hören? Anscheinend wird es seinen engsten Begleitern zu viel! Das Jesus sein Fleisch, sein Blut „hin-gibt“ zur Erlösung der Menschheit, diese Worte verstehen sie nicht, können sie noch nicht verstehen. Sie zogen sich zurück, heißt es im Evangelium und gingen nicht mehr mit ihm umher! Dieser Satz „tut“ uns Zuhörern weh! „Wollt auch ihr gehen?“, frage Jesus dann die Zwölf. Petrus gab ihm zur Antwort: „Wohin sollen wir gehen? DU bist der Heilige Gottes!“ Was antwortest DU Jesus, WIR als Kirche?
Foto: Kirchentüre, Pfaffenwinkel, 2011, M.S.