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22. Sonntag im Jahreskreis: Lebensmut!

Im Buch Deuteronomium (Dtn 4,1-2.6-8) hören wir Mose zum Volk der Israeliten reden. Er legt dem Volk ans Herz, die Gesetze und Rechtsvorschriften zu halten. Wenn sie die Gebote Gottes halten, werden sie ein gutes Leben haben! JAHWE ist kein stummer Gott, er will einen Weg schaffen, dass es seinem Volk gut ergeht! Das große Ziel dieser kleinen Volksgruppe ist das gelobte Land, ihre neue Heimat! Wir fassen zusammen: Gott sagt: Du sollst leben! Du bist mir unendlich wertvoll! An dir hängt mein Herz! Diese „Zu-Sagen“ gelten auch uns!

Im Jakobus-Brief (Jak 1,17-18.21b-22.27) hören wir, dass jede Gabe an uns Menschen ein göttliches Geschenk „von oben herab“ ist, vom Schöpfer, vom Vater der Gestirne. Jakobus, ein Verwandter von Jesus schreibt, dass die Gläubigen TÄTER des WORTES GOTTES sein sollen, nicht nur HÖRER. Das Wort Gottes in die Tat umzusetzen heißt für den „Herrenbruder“ Jakobus: Sorgt für die Armen, die Witwen und Waisen! (Erklärung: Mit „Bruder“ wurde auch der Cousin, der Verwandte angesprochen.)

Im Markus-Evangelium (Mk 7,1-8.14-15.21-23) hören wir, wie die Pharisäer und Schriftgelehrten sehen, dass sich die Jünger Jesu nicht an die vorgeschriebenen Reinigungsvorschriften (z.B. vor dem Essen die Hände zu waschen, etc.) halten. Jesus wird gefragt, warum seine Anhänger so „unrein“ handeln! Jesus erinnert sie an ein altes Prophetenwort des Jesaja, der das Volk mahnte Gott nicht nur mit den Lippen zu ehren und das Herz weit weg vom HERRN zu haben. Um es auf den Punkt zu bringen: Es geht um die Frage von Reinheit und Un-Reinheit! Das „Böse“, die Lieblosigkeit die „aus dem Menschen herauskommt“ macht ihn unrein! Schauen wir auf unser „Herz“! Nehmen wir uns Jesu Handeln zum Vorbild!

Foto: Kirchenportal, Jesus – Alpha & Omega = Anfang & Ende, Pfaffenwinkel 2011, M.S.