Im Buch Numeri (Num 11,25-29) wird uns berichtet, wie Gott, der HERR, in einer WOLKE zu Mose herabkam und mit ihm redete. Gott sendet seine Geist-Kraft auf die 70 Ältesten des Volkes herab. Auf diese Weise sollte Mose Unterstützung in der Lenkung des Volkes erhalten. Auch auf zwei nicht unmittelbar anwesende, Eldad und Medad, kam der Geist im Lager herab. Josua war damit nicht einverstanden, Mose jedoch machte ihm klar, dass Gott nicht „exklusiv“ denkt und handelt, sondern ALLE und ALLES im Blick hat! Gott kann auch außerhalb des Offenbarungszeltes seinen Geist senden! HERR, bewahre auch deine Kirche davor ein „Exklusiv-Club“ zu werden!
Im Jakobus-Brief (Jak 5,1-6) nimmt der „Herrenbruder“ die Reichen in seinen Blick und droht ihnen, dass ihr Reichtum vorläufig, ja vergänglich ist. „Euer Reichtum verfault, euer Gold und Silber verrostet!“. Eindringliche Worte! Auch, dass die Arbeiter von ihnen nicht den gerechten Lohn erhalten, stinkt zum Himmel, so Jakobus. Sie mästen ihr Herzen! Was hat vor Gott Bestand? Geld und Reichtum? Allein die Liebe und die Gerechtigkeit zählt bei Gott, dem HERRN – auch heute!
Im Evangelium des Markus (Mk 9,38-43.45.47-48) stellt der Jünger Johannes fest, dass auch andere, außerhalb des Zwölfer-Jüngerkreises, im Namen Jesu Dämonen* austreiben. Die Jünger, in ihrem Denken „eng und exklusiv“, wollen sie hindern, weil sie Jesus nicht nachfolgen. Die Antwort Jesu ist verblüffend: HINDERT SIE NICHT! Denn, wer nicht gegen uns ist, ist für uns! Die christliche Botschaft ist FÜR ALLE da! Aber Achtung: Ein Nachfolger Jesu darf keinem Menschen einen Grund zum Ärgernis geben, ihn verwirren oder vom Weg abbringen! (* „Dämon“ = wörtlich: ein böser Geist, eine widernatürliche Macht)
Foto: Jesus lehrt seine Jünger, Deckenmalerei, Dorfkapelle Niederglobnitz (Pfarre Großglobnitz)