Im Buch Ijob (Ijob 19,1.23-27a) wünscht sich der Prophet Ijob/Hiob (= “Wo ist der Vater?“), dass seine Worte überliefert werden! Es ist ihm gelungen, sein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Ihm, dem das Leben so viel zugemutet hat an Leid und Schmerz, ist es ein Herzensanliegen, dass sein Schicksal in aller Welt bekannt wird. Die „Hiobs-Botschaften“ sind ja sogar in unseren Sprachschatz eingegangen. Trotz allen Zumutungen und Überforderungen ist sich Ijob sicher: Mein ERLÖSER lebt, er wird mein Leben vollenden! Es ist kaum zu glauben, aber (für Ijob) wahr!
Im Brief an die Römer (Röm 14,7-9.10c-12) lesen wir, wie der Apostel Paulus der jungen Christengemeinde in Rom ganz konkrete Verhaltensanweisungen gibt! Es sind Worte die uns beim genauen lesen, durch und durch gehen: Keiner von uns lebst sich selber und keiner stirbt sich selber! Alles tun wir in der Verbindung mit Jesus, dem Christus, dem Gekreuzigten und auferstandenen Sohn Gottes! Vor/bei Gott zählt unsere Liebe, unser Verständnis, unsere Beziehung zu IHM, im Leben und im Leben nach dem Tod!
Im Johannes-Evangelium (Joh 5,24-29) sagt, dass das HÖREN auf sein Wort und das GLAUBEN an IHN und GOTT, uns das ewige Leben er-wirkt/schenkt! Der Glaube kommt vom Hören, davon ist auch der Apostel Paulus überzeugt (vgl. Röm 10,17). Wer nicht hin-hört, wer nicht glaubt, Gott nicht sein Herz „schenkt“, der mach sich selbst das Gericht! Und selbst im ‚Richterum Christi‘ dürfen wir noch hoffen, dass ER es sein wird, der uns auf-richtet, alles Gebrochene in uns wieder ein-richtet, damit unser Leben Vollendung findet in seiner Barmherzigkeit und unendlichen Liebe!
Meditation
Du kannst weinen, dass ich gegangen bin oder du kannst lächeln, dass ich gelebt habe und bei dir war.
Du kannst deine Augen schließen und bitten dass ich wiederkomme, oder du kannst sie öffnen und sehen, was ich dir zurückgelassen habe.
Dein Herz kann leer sein, weil du mich nicht mehr sehen kannst, oder es kann voll der Liebe sein, die ich für dich hatte.
Du kannst immer daran denken, dass ich gegangen bin, oder du kannst mich im Herzen tragen und in dir weiterleben lassen.
Du kannst weinen und leer sein, oder du kannst tun, um was ich dich bitte: lächle, öffne deine Augen, schau die Schönheit der Natur, gib Liebe und gehe deinen Weg ohne Angst zu Ende. (Verfasser unbekannt)
Foto: Friedhof bei der Friedenkirche in Döllersheim, Truppenübungsplatz, M.S., 2024