Im Buch Daniel (Dan 7,2a.13b-14), einem „enthüllenden“ Buch, hören wir von Visionen des frommen Propheten Daniel am babylonischen Königshof. Seine „seherischen“ Fähigkeiten lassen ihn als königlicher Traum-Deuter Karriere machen. Bei allen Bedrohlichkeiten die das Buch Daniel in sich birgt, ist es ein Trost- und Hoffnungsbuch! Da wird einer kommen, wie ein „Menschensohn“, Jesus wird diese Bezeichnung für sich selbst verwenden, um die ganze Welt zu vollenden! Gottes Reich wird niemals untergehen!
Die Offenbarung des Johannes (Offb 1,5b-8) ist so wie das Buch Daniel eine apokalyptische Schrift. (Apokalypse: griechisch ἀποκάλυψις = „Enthüllung“) Johannes, der Evangelist und „Seher“, hat auf der Insel Patmos eine ähnliche Vision wie Daniel (vgl. 1. Lesung): Jesus kommt mit den Wolken, alle werden IHN sehen. ER ist das Alpha und das Omega, Anfang und Ende, der Herrscher über die ganze Schöpfung!
Im Evangelium nach Johannes (Joh 18,33b-37) klingt der „Festinhalt“ des Christkönigssonntags an: DAS KÖNIGTUM JESU! Pilatus fragt Jesus: Bist du der König der Juden? Die Antwort Jesu ist bedenkenswert: Mein Königtum ist nicht von dieser Welt! Pilatus fragt ihn erneut: Also bist du doch ein König? Jesus ist der „König der Wahrheit und Wahrhaftigkeit Gottes“, er ist DER Zeuge der Königsherrschaft Gottes, der Königsherrschaft der Himmel. Die Liebe siegt! Christus ist unser „Herzkönig“!
Foto: Messkleid der Pfarre Großglobnitz, Christkönig, 2024, M.S.