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Erster Adventsonntag: Errettung!

Am ersten Adventsonntag hören wir die uralten Worte des Propheten Jeremia (Jer 33,14-16). Uralt, aber nicht „von Gestern“, sondern hochaktuell, denn die Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Recht ist auch in uns da! Jeremia (=der HERR ist erhaben) kündigt an, dass sich das HEILSWORT erfüllt! Wir Christen „hören“ in dem Begriff „Heilswort“ den Namen JESUS, unseren HEILAND! Jeremia kündigt 650 Jahre vor Christi Geburt an, dass Gott in Jesus, der HERR DER GERECHTIGKEIT ist! (vgl. Lied „Sonne der Gerechtigkeit“ – GL 481)

In der zweiten Lesung legt der Apostel Paulus, der Christengemeinde im griechischen Thessaloniki, (Thess 3,12-4,2) das WACHSTUM IN DER LIEBE zueinander ans Herz! Liebe stärkt und heiligt uns, davon ist Paulus überzeugt, er der selbst lernen musste was „lieben“ bedeutet – von Gott bedingungslos geliebt zu sein! Die Menschen lebten in „biblischer Zeit“, in der Naherwartung, sie waren überzeugt, dass der Auferstandene bald wiederkommen wird um die Welt „ein-zu-richten/aus-zu-richten“. Um diese Zuversicht auf das (Wieder-)Kommen unseres Erlösers beten wir in jeder Heiligen Messe: Bis du kommst in Herrlichkeit!

Das Lukas-Evangelium (Lk 21,25-28,34-36) zeichnet uns am Beginn der besinnlichen Adventzeit ein HORROR-SZENARIO! Bestürzung, Ratlosigkeit, ein Vergehen vor Angst, Erschütterung aller Kräfte. Was ist die „frohe Botschaft“ dahinter? Genau dann, wenn alles zu Grunde geht, dann ist Gott da! Dieser Evangeliums-Abschnitt erinnert uns die ENDLICHKEIT von allem! „Wäre ich nicht zum Grunde gegangen, wäre ich zugrunde gegangen!“. Der Advent ist die große „Einladung“, dem Grunde unseres Lebens, Gott, wieder neu nachzuspüren! Der ERLÖSER wird bald geboren! In 24 Tagen singen wir: Der Retter ist da!

Foto: Die Geburt Jesu, Steinrelief, Taize in Frankreich, 2012, M.S.