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24. Sonntag im Jahreskreis: „Kreuzerhöhung“

Das Kreuzerhöhungsfest verdrängt den 24. Sonntag im Jahreskreis! Das Kreuz wird immer wieder gesellschaftlich diskutiert, kirchlichreligiös ist klar, ohne das Kreuz kein Christentum, kein Jesus! 

Im Buch Numeri (Num 21,4-9) hören wir von der Wüstenwanderung der Israeliten. Ihr Ziel war das gelobte Land, diese „Reise“ dauerte aber 40 Jahre! Getrieben von Hunger und Durst, zweifeln sie an der „Führung“ Gottes und verfallen in eine undankbare Haltung! Als Strafe schickte Gott Giftschlangen. Als das Volk seine Absonderung (=Sünde) erkannte, gab er ihnen ein „Rettungs-Zeichen“, eine Kupferschlange auf einer Fahnenstange. Wer darauf schaute, überlebte den tödlichen Biss der Schlangen! Ein Voraus-Bild! 

Im Philipper-Brief des Apostel Paulus hören wir heute einen urchristlichen Hymnus über die Erniedrigung Jesu aus Liebe und über seinen Gehorsam gegenüber Gott, bis zum Kreuz. Seine Erniedrigung aus Liebe ist gleichzeitig seine Erhöhung aus Gnade! Das Kreuz ist die eine Seite, die andere ist die Auferstehung von Jesus. Uns muss klar sein: Ohne Tod keine Auf-Erstehung! Jesus „besiegt“ den Tod durch Gott!    

In einem Nachtgespräch macht Jesus seinem Freund Nikodemus klar, dass ER, so wie die Schlange in der Wüste erhöht wurde, auch in seiner freien Annahme des Kreuzestodes erhöht wird, um alles das ewige Leben zu ermöglichen! Niemand soll verloren gehen, Gott will alle retten! Auch DICH!

Foto: Pieta, Stiftspfarrkirche Garsten, OÖ, M.S.