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Gründonnerstag

Ex 12,1-8.11-14: Das Buch Exodus (Auszug) erzählt uns von den genauen Anweisungen Gottes, wie sein auserwähltes Volk PASCHA feiern soll: ein Lamm für jedes Haus, die Türpfosten mit dem Blut des Lammes bestreichen, das Lamm braten, dazu ungesäuertes Brot und Bitterkräuter, hastig zu essen! – Gemütlich klingt das nicht! Das Gott die Israeliten aus der Unterdrückung Ägyptens befreit, war die Glaubenserfahrung des Volkes! Das Volk soll diese Tat Gottes NIE VERGESSEN!

1 Kor 11,23-26: Die Worte die uns Paulus in seinem Brief an die Christen in Korinth überliefert, hören wir in jeder Heiligen Messe, im sogenannten „Einsetzungsbericht“! Wir können sie auswendig! Nach den Deute-Worten zu Brot und Wein, fasst Jesus sein Anliegen zusammen mit den Worten: Tut dies zu meinem Gedächtnis! Das Vergangene, im HEUTE gefeiert, wird auf die Zukunft hin geöffnet!

Joh 13,1-15:Wenn Jesus während des Pascha-Mahles (Abendmahles) aufsteht und seinen Jüngern die Füße wäscht, tut er damit etwas, dass normalerweise VOR dem Essen zu geschehen hat! War dazu keiner bereit, diesen Dienst an den Gästen zu tun? Wurde darauf vergessen? Ich glaube, es ist ein neues, wichtiges Zeichen! Jesus möchte seinen Jüngern „ZEIGEN“, dass er mit ihnen nun NEUES beginnt, wenn er mit ihnen Eucharistie feiert! Sie betreten NEU-LAND! Jesus macht mit ihnen seine ersten Schritte in das Erlösungswerk Gottes!     

Foto: Diakonatsweihe im Stift Melk, Franz Crepaz, 2013