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3. Sonntag der Osterzeit

Apg 2,14,22b-33: In der Apostelgeschichte, aus der Feder des Evangelisten Lukas hören wir die Predigt des „1. Papstes“, des Apostels PETRUS, welche er zu Pfingsten im Jahr 33 gehalten hat. Petrus, ein Glaubenszeuge, ein „Erstberufener“, ein Verkünder und gleichzeitig aber auch ein armer Sünder, einer der Jesus verleugnet, gelogen hat. Gerade beide Pole machen Petrus so überzeugend & liebenswert. Möge auch uns der Heilige Geist zeigen, dass Gott auch für uns fehlerhafte Menschen, einen Neubeginn von Seiten Gottes gibt! Haben wir Mut!

1 Petr 1,17-21: Petrus hat nicht nur gepredigt, siehe erste Lesung, er hat auch Briefe geschrieben, um in den Gemeinden den Glauben an Jesus zu stärken! Seine Botschaft: Der Tod Jesu hat uns LOSGEKAUFT, seine Auferstehung von der Sünde losgelöst! Er spricht vom „Lamm ohne Makel“, mit diesem Bildwort der Opferlämmer, meint er Jesus, der sein Leben hingeopfert hat, damit wir das ewige Leben geschenkt bekommen! Auf IHN hoffen wir!

Lk 24,13-35: Lukas erzählt uns von den EMMAUS-JÜNGERN! Sie sind so bedrückt, dass sie gar nicht wahrnehmen, dass Jesus, als der Auferstandene, mit ihnen unterwegs ist! Diese „Blindheit“ aus Überforderung, aus Sorgen, teilen auch wir mit ihnen! Beim „Brotbrechen“ erkennen sie Jesus! Diese Erfahrung wollen auch wir heute wieder feiern, wenn wir Eucharistie halten: TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS an Tod und Auferstehung!  

Oder: Joh 21,1-14: Johannes, der Evangelist, erzählt uns heute, wie die Jünger wieder zurück in ihre Heimat gingen, um dort ihren alten Berufen nachzugehen. Doch, die „Fischer-Meister“ hatten keinen Erfolg, leere Netze waren ihnen (den enttäuschten Aposteln) beschert. Enttäuschungen auf allen Ebenen. Jesus, der Meister wird am Karfreitag getötet, die Jesus-Gruppe und seine Anhängerinnen und Anhänger zerschlagen. Und nun auch noch leere Netze! Als sie ohne Fang an das Ufer zurückkehrten, stand Jesus am Ufer! Meine Lieben, er steht immer an den Ufern unseres Lebens, an den Ufern unserer Enttäuschungen! Jesus motiviert sie, erneut auf den See zu fahren! Das „neue“ Ergebnis: 153 große Fische! Volle, mehr noch, über-volle Netze schenkt ihnen Jesus! Im „Netz Jesu“ im Beziehungsnetz Jesu, haben ALLE Platz, jeder und jede, du und ich! Wichtig ist: Lasse ich mich von Jesus und seinen Jüngern „hineinfischen“ in sein Netz der Auferstehung! Petri Heil!   

Foto: Petrus-Fisch, See Genesareth, 2010, M.S.