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27. Sonntag im Jahreskreis A

Jes 5,1-7: Wir hören das Weinberg-Lied, der Prophet Jesaja „singt“ es uns vor. Er erzählt uns von einem wunderbaren Weinberg in bester, fruchtbarster Lage, sein Besitzer tat seinem Boden alles Gute, er baute einen Turm (=zur Bewachung) eine Kelter (=Presse). Doch, oh Schreck! Es wuchsen im Weinberg nur faule Beeren! Aus (verständlicher) Enttäuschung möchte er den Weinberg roden! Das Weinberg-Lied ist ein Gleichnis, der Weinberg ist das Volk Israel, die Pflanzen sind die Menschen! Welche Frucht bringen wir heute als Gläubige?

Phil 4,6-9: Zur Sorglosigkeit, wie sie der Heilige Franz gelebt hat, ruft uns heute der Apostel Paulus auf! Bemerkenswert ist, dass Paulus uns daran erinnert, unsere Bitten immer mit Dank (siehe Erntedankfest-Zeit) vor Gott zu bringen. In der Dankbarkeit liegt „der Schlüssel“! „Bete so, als ob alles von Gott abhängt, und handle so, als ob alles von deinem Tun abhängt“ stammt von Ignatius von Loyola. Es verbindet inneres Vertrauen mit vollem eigenem Einsatz!

Mt 21,33-42.44.43: Auch Jesus erzählt uns, in Anlehnung an den Propheten Jesaja von einem Weinberg, seinem Besitzer und seinen Pächtern. Mit dem Sohn, den der Besitzer sendet, meint Jesus sich selbst – in Vorausschau seines Todes! Wir Menschen sind die „Pächter“ des Weinberges namens Welt, ist uns das bewusst? Wie gehen wir mit Gottes Gaben um? Verantwortungsvoll? 

Foto: Glasfenster im Haus Werdenfels bei Regensburg, M.S.