Weish 6,12-16: Die erste Lesung ruft uns auf, die Weisheit (Gottes) in allen Lebenslagen zu suchen! Weisheit ist mehr als viel gelernt und studiert zu haben, weise zu sein, hängt auch mit Lebenserfahrung und einem tiefen Vertrauen in Gottes Nähe zusammen. „Strahlend“ ist die Weisheit, so lesen/hören wir. Morgens sollen wir die Weisheit schon (auf-)suchen. „Gott, mein Gott bist du, DICH suche ich!“ – so beten wir im Psalm 63.
1 Thess 4,13-18: Paulus „klärt“ uns über die Entschlafenen (=Verstorbenen) auf. (vgl. „schlafen“- „aufwecken“ – „auferweckt werden“) Wir sollen nicht ohne Hoffnung trauern, sondern unser ganzes Leben an Christus, den Auferstandenen „festmachen“. Der Thessalonicher-Brief ist einer der ältesten Texte des Neuen Testamentes, älter als die Evangelien. 20 Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung geschrieben! Wie trauerst du, wir?
Mt 25,1-13: Was ist mit dem Öl der Jungfrauen/Brautjungfern gemeint? Dieses „Rätsel“ gilt es zu lösen. Die Bibel ist ein „Buch der Bilder“: Es ist mit dem „Lampen-Öl“ nichts Materielles gemeint, sondern ein geistliches Symbol. Das Öl symbolisiert die innere Bereitschaft, die gelebte Beziehung zu Gott, die Treue, die man nicht im letzten Moment improvisieren kann. Der Heilige Augustinus deutet das Öl als Liebe, die das Herz warmhält. Ohne Liebe bleibt der Glaube kalt und dunkel! Bringen wir Licht!
Foto: Schnappschuss, Radio-Maria-Wallfahrt 2026, Maria Taferl